Mindestpreis

Mindestpreis Definition

Im Regelfall bildet sich (in einer Marktwirtschaft) der Preis durch Angebot und Nachfrage (Gleichgewichtspreis).

Deshalb gibt es für staatlich festgelegte Mindestpreise (Preise, die nicht unterschritten werden dürfen) wenige Beispiele: Einspeisevergütungen für Solarstrom, Mindestlohn und – weniger offensichtlich – Gebühren- bzw. Honorarordnungen z.B. für Steuerberater oder Architekten. Auch Festpreise im Gesundheitswesen sind faktisch Mindestpreise.

Im Vergleich zu dem üblichen (niedrigeren) Gleichgewichtspreis wird mehr angeboten als nachgefragt, es bleiben Angebotsmengen übrig (die berühmten "Milchseen" und "Butterberge" in den 1980er Jahren, als die EU sich verpflichtete, Agrarprodukte zu garantierten Preisen aufzukaufen).

Beispiel

Das kann man im Beispiel zur Preisregulierung beim Gleichgewichtspreis sehen: würde man einen Mindestpreis für Hühnereier bei 0,60 € festlegen (0,10 € über dem Gleichgewichtspreis von 0,50 €), würden 60 Eier angeboten, aber nur 40 Eier nachgefragt; 20 Eier blieben übrig. Der Marktumsatz wäre 40 Eier × 0,60 € = 24 € (weniger als beim Gleichgewichtspreis mit einem Marktumsatz von 50 Eier × 0,50 € = 25 €).

Im schlechtesten Fall müssen die Überschussmengen vernichtet werden.