Mindestlohn

Mindestlohn Definition

Ein Mindestlohn ist – volkswirtschaftlich bzw. mikroökonomisch betrachtet – eine Preisuntergrenze für Arbeit.

Beispiel

In Deutschland liegt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2020 bei 9,35 € je Stunde.

Der Mindestlohn liegt v.a. bei einfacher, ungelernter Arbeit üblicherweise über dem Lohn, der sich auf einem freien Markt einpendeln würde. Für die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer hingegen ist der Mindestlohn irrelevant, da ihre Löhne und Gehälter darüber liegen.

Argumente, die für einen Mindestlohn angeführt werden:

  • Schutz der Arbeitnehmer vor Ausbeutung sowie der Unternehmen vor Lohndumping;
  • Verringerung von Armut und Ungleichheit; soll ermöglichen, von der eigenen Arbeit zu leben;
  • weniger staatliche Ausgaben für Lohnaufstockung u.ä.

Argumente dagegen:

  • höhere Preise (Löhne) senken die Nachfrage (nach Arbeitskräften) bzw. die Produkte werden teurer, was deren Nachfrage senkt;
  • einige Geschäftsmodelle werden unrentabel und fallen weg;
  • Gefahr, dass sozialversicherungs- und steuerpflichtige Arbeit ersetzt wird durch Maschinen, Verlagerung ins Ausland, Schwarzarbeit.