Sparparadoxon

Sparparadoxon Definition

Das Sparparadoxon bezeichnet das Phänomen, dass die Absicht der Menschen, mehr zu sparen (z. B. weil sie pessimistisch in die Zukunft blicken, Angst um ihren Arbeitsplatz haben und für "die Not sparen"), letztlich dazu führen kann, dass in Summe (über die gesamte Volkswirtschaft) weniger gespart wird.

Mehr sparen heißt weniger konsumieren. So lange dies einer oder wenige machen, sind die Auswirkungen vernachlässigbar. Sparen allerdings viele oder alle, hat dies gesamtwirtschaftlich negative Auswirkungen: durch den Nachfragerückgang sinken die Produktion, Investitionen, Beschäftigung und die Einkommen, mehr Kredite fallen aus. Von verringerten Einkommen kann weniger gespart werden. Im Extremfall kann gar nichts mehr gespart werden (da das Lebensnotwendige auch bei rückläufigen Einkünften gekauft werden muss) oder – noch extremer – es müssen Kredite aufgenommen werden (das Gegenteil von Sparen), um einen minimalen Konsum aufrecht erhalten zu können.

Was für den einzelnen sinnvoll ist (sparen), ist aggregiert ggf. negativ, da dadurch eine Rezession eingeleitet / verstärkt werden kann.