Verdrängungseffekt

Verdrängungseffekt Definition

Der sog. (zinsbedingte) Verdrängungseffekt (Crowding-Out-Effekt) bezeichnet das Ergebnis einer Wirkungskette expansiver Fiskalpolitik.

Der Staat gibt viel Geld aus, das hat 2 Effekte:

  • zum einen führt bereits die damit meist verbundene erhöhte Kreditaufnahme durch den Staat zu höheren Zinsen;
  • zum anderen steigen durch die erhöhten Staatsausgaben die Nachfrage und Einkommen (der Arbeitnehmer und Unternehmer), wodurch die Geldnachfrage und – bei konstanter Geldmenge – die Zinsen steigen.

Die erhöhten Zinsen führen dazu, dass die Haushalte und die Unternehmen weniger investieren, da die Kredite teurer sind.

Indirekt verdrängen dadurch die öffentlichen Mehrausgaben einen Teil der privaten und unternehmerischen Nachfrage, so dass ein Teil der angepeilten Wirkung auf die Konjunktur verpufft.

Während also der Multiplikatoreffekt verstärkend wirkt, "bremst" der Verdrängungseffekt.