Fiskalpolitik

Fiskalpolitik Definition

Fiskalpolitik bezieht sich auf Maßnahmen seitens des Staates, welche die Staatsausgaben betreffen (z.B. Erhöhung der Staatsausgaben) oder die Steuern (z.B. Steuersenkungen).

Der Staat umfasst dabei Bund, Länder und Gemeinden, da diese über Budgets/Haushalte und über Möglichkeiten verfügen, Steuern zu erheben (je nach Steuerhoheit).

Man unterscheidet eine

  • expansive Fiskalpolitik: durch Erhöhung der Staatsausgaben und/oder Steuersenkungen soll die Konjunktur gestärkt werden;
  • restriktive Fiskalpolitik (Konsolidierungspolitik): Reduktion der Staatsausgaben und/oder Erhöhung der Steuern.

Die Ausgabenpolitik wird eher genutzt, da die Steuerpolitik zum einen langsamer ist (Gesetzgebungsverfahren) und zum anderen die Staatseinnahmen auf Dauer ändert (Steuerbemessungsgrundlagen und -sätze können nicht dauernd "hin und her" geändert werden).

Alternative Begriffe: fiskalpolitische Maßnahmen.

Antizyklische Fiskalpolitik

Eine sog. antizyklische Fiskalpolitik bedeutet:

  • in einem Abschwung kurbelt der Staat die Wirtschaft expansiv durch Konjunkturprogramme (Infrastrukturinvestitionen, Steuersenkungen etc.) an; im Abschwung sinken die Staatseinnahmen und die zusätzlichen Ausgaben führen dann i.d.R. zu Haushaltsdefiziten und höheren Schulden;
  • in der Aufschwung- bzw. Boomphase hingegen dämpft der Staat die Wirtschaftstätigkeit restriktiv durch Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen etc. und führt die Schulden zurück.