Automatische Stabilisatoren

Automatische Stabilisatoren Definition

Sogenannte automatische Stabilisatoren wirken fiskalisch antizyklisch, ohne dass die (Fiskal-)Politik aktiv eingreift; das "System" reguliert sich teilweise selbst.

Beispiel

Ein automatischer Stabilisator ist z.B. die Arbeitslosenversicherung: sinken Nachfrage bzw. Konsum in einer Volkswirtschaft (Konjunkturabschwung, Rezession), steigt i.d.R. die Arbeitslosigkeit.

Eigentlich würde dadurch der Konsum noch weiter zurückgehen. Durch die Arbeitslosenversicherung erhalten jedoch mehr Menschen Arbeitslosengeld (oder ähnliche staatliche Unterstützungen), so dass der Konsum weniger zurückgeht als ohne.

Das geschieht automatisch durch die existierende Sozialversicherung, ohne kurzfristigen Eingriff der Politik.

Umgekehrt entzieht die Arbeitslosenversicherung in einer Hochkonjunktur den Menschen Geld durch die (zahlreicheren und höheren) Beiträge, so dass der automatische Stabilisator hier dämpfend auf die Konsumnachfrage wirkt.

Auch das Steuersystem wirkt automatisch stabilisierend: geht der Verdienst in einer Krise um 1.000 € zurück, reduziert sich das für den Konsum verfügbare Einkommen – bei einem angenommenen Steuersatz von z.B. 40 % – nur um 600 € (da man auch 400 € weniger Steuern zahlen muss), nicht um 1.000 €.