Zeitlohn

Zeitlohn Definition

Der Zeitlohn als eine der Lohnformen wird für die geleistete Arbeitszeit bezahlt. In vielen Fällen ist das ein Stundenlohn (z. B. 18 Euro je Stunde) oder ein Monatslohn, es kann aber auch ein Tageslohn, Wochenlohn oder Jahreslohn sein.

Der Zeitlohn ist die vorherrschende Lohnform, Akkordlohn oder Prämienlohn sind seltener. Gründe dafür:

  • die meisten Arbeitnehmer produzieren nicht direkt etwas, sondern managen, verwalten, erbringen Dienstleistungen; einen unmittelbar messbaren Output eines Tages gibt es nicht (Manager, der eine Strategie erarbeitet), eine Erfassung der täglichen Buchungssätze eines Buchhalters oder der Codezeilen einer Programmiererin erscheint aufwändig, unangemessen und würde als Kontrolle oder Schikane empfunden; zudem kommt es bei Beratern, Werbestrategen, Softwareentwicklern, Bombenentschärfern oder Klinikärzten auf die Qualität ihrer Arbeit an, weniger auf die Quantität;
  • die Abrechnung ist verhältnismäßig einfach, es muss nicht viel erfasst und gemessen werden.

Der Zeitlohn hat auch Nachteile: Ein fleißiger und ein weniger fleißiger verdienen auf derselben Position im wesentlichen ähnliche Gehälter; dem ersten zahlt dann das Unternehmen zu wenig, dem letzteren zu viel. Dies lässt sich aber durch Personalbeurteilungen, Beförderungen, Gehaltserhöhungen, Zulagen, Boni usw. in den Griff kriegen und wird auch millionenfach so praktiziert.