Definition
Unternehmen müssen eine Organisation haben, um effizient funktionieren zu können.
Wie dies im einzelnen aussieht, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, es gibt aber einige grundlegende Prozesse und Organisationsstrukturen.
Eine gute Organisation für ein Unternehmen oder einen Konzern mit vielleicht tausenden von Mitarbeitern und zahlreichen Standorten auf der ganzen Welt zu finden, ist nicht trivial (und entsprechend oft wird auch die Organisation geändert); das BWL-Fachgebiet, das sich damit beschäftigt heißt Organisationslehre (oder auch nur kurz Organisation).
Alternative Begriffe: Unternehmensorganisation.
Beispiel
Eine Aktiengesellschaft erhält eine Bewerbung per Post. Ohne Organisation wüsste niemand im Unternehmen,
- was damit zu tun ist bzw. welches die nächsten Schritte nach dem Bewerbungseingang sind und
- wer dafür zuständig und verantwortlich ist.
Die erste Frage wird durch die Ablauforganisation geregelt (Bewerbung mit Eingangsstempel versehen, an das Recruiting – als Teil der Personalabteilung – weitergeben, diese nimmt eine erste Prüfung der Bewerbungsunterlagen vor).
Die zweite Frage wird durch die Aufbauorganisation bestimmt (es gibt einen Personalvorstand und darunter eine Hierarchie mit Bereichsleiter Personal, Gruppenleiter Recruiting).
Fazit
- Organisation ist die Grundvoraussetzung für effizientes Funktionieren: sie regelt, wer was wann wie zu tun hat.
- Ablauforganisation (Prozesse) und Aufbauorganisation (Struktur, Hierarchie) sind die beiden Grundpfeiler jeder Unternehmensorganisation.
- Das Organigramm macht die Aufbaustruktur sichtbar; Motivation und Personalwirtschaft gehören ebenfalls zur Organisationslehre.
- Je größer und globaler ein Unternehmen, desto komplexer die Organisation – und desto wichtiger, sie gezielt weiterzuentwickeln.
Selbsttest: Organisation
Übersicht
Ablauforganisation
Regelt Arbeitsprozesse: Wer führt wann, wo und wie Arbeitsschritte durch
Aufbauorganisation
Bestimmt Hierarchie, Zuständigkeiten und Abteilungsstruktur
Organigramm
Grafische Darstellung der Unternehmensstruktur mit Hierarchien und Berichtswegen
Motivation
Intrinsische und extrinsische Antriebe der Mitarbeiter
Personalbedarf
Planung und Ermittlung des quantitativen und qualitativen Personalbedarfs
Lohnformen
Zeit-, Akkord-, Prämien- und weitere Entlohnungssysteme
Ziele der Personalwirtschaft
Ökonomische und soziale Ziele der Personalarbeit im Unternehmen