Dividendenwachstumsmodell

Dividendenwachstumsmodell Definition

Das Dividendenwachstumsmodell (auch: Gordon Growth Model) ist eine Methode, um Aktien theoretisch zu bewerten.

Der Preis von Aktien wird letztlich (zumindest bei börsennotierten Gesellschaften) an der Börse durch Angebot und Nachfrage "gemacht".

Ein berechneter Wert kann aber helfen, zu prüfen, ob der Wert halbwegs nachvollziehbar ist bzw. ob eventuell eine Unter- oder. Überbewertung vorliegen könnte.

Der Grundgedanke des Gordon-Wachstumsmodells ist, dass Unternehmen i.d.R. nicht ihren gesamten jährlichen Gewinn ausschütten, sondern einen Teil einbehalten; dieser Gewinneinbehalt kann in das Geschäft investiert werden, dadurch steigen wiederum die Gewinne und – bei einer angenommen konstanten Ausschüttungsquote – auch die Dividenden.

Das Modell unterstellt dabei ein konstantes Dividendenwachstum (z.B. dauerhaft jährlich 2 %).

Beispiel

Der erwartete Gewinn pro Aktie einer Aktiengesellschaft sei 10 €.

Die Ausschüttungsquote ist 50 %, d.h. es werden 5 € ausgeschüttet.

Die von den Aktionären erwartete bzw. geforderte Rendite sei 10 %.

Das konstante Dividendenwachstum wird mit 2 % angenommen.

Dann ist der (theoretische) Aktienwert W nach dem Dividendenwachstumsmodell:

W = 5 € / (0,1 - 0,02) = 5 € / 0,08 = 62,50 €.

Dazu wird die Formel für die Ewige Rente mit Wachstumsrate verwendet: 5 € ist die Dividende, 0,1 ist die geforderte Rendite in Dezimalschreibweise und 0,02 ist der Wachstumsfaktor (der Dividende) in Dezimalschreibweise.

Alternative Begriffe: Dividendendiskontierungsmodell.