Going-Concern-Prinzip

Going-Concern-Prinzip Definition

Das Going-Concern-Prinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB als eines der GoB besagt, dass bei der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten (z. B. eine Insolvenzanmeldung oder eine beschlossene Unternehmensliquidation) entgegenstehen.

Wichtig für die Bewertung

Das macht für die Bewertung einen wesentlichen Unterschied: z. B. wird eine Spezialmaschine im "Normalfall" (d. h. bei angenommener Fortführung der Unternehmenstätigkeit) mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Im anderen Fall wäre der (in den meisten Fällen niedrigere) Liquidationswert (z. B. in Höhe des Materialwerts) anzusetzen.

Ist die Going-Concern-Prämisse bei einem Unternehmen nicht mehr gegeben, greifen die üblichen Bewertungsmethoden also nicht mehr.

Ausnahmefall

Das ist aber der absolute Ausnahmefall; in > 99 % der Fälle wird ganz normal nach der Going-Concern-Prämisse bilanziert.

Alternative Begriffe: Fortführungsprinzip, Grundsatz der Unternehmensfortführung.