Investitionsfalle

Investitionsfalle Definition

Üblicherweise kann eine Zentralbank erwarten, dass die Wirtschaft ihre Investitionen erhöht, wenn sie die Zinsen senkt (die Finanzierung wird dadurch für die Unternehmen günstiger, Investitionen lohnen sich eher).

Die Investitionsfalle beschreibt deshalb eine Ausnahmesituation, in der die Höhe der Investitionen unabhängig vom Zinssatz ist; es werden eventuell nur noch notwendige Ersatzinvestitionen (verschleißter Anlagen) getätigt, aber – trotz günstiger Zinsen – keine zusätzlichen Neuinvestitionen, welche die Wirtschaft ankurbeln könnten.

Gründe dafür kann es mehrere geben:

  • die Kapazitäten der Unternehmen sind nicht ausgelastet (warum dann investieren?);
  • Investitionen scheinen nicht lohnend (negative Zukunfts- bzw. Renditeerwartungen, v.a. in Krisen).

Kurzum: die Zentralbank senkt im Rahmen ihrer Geldpolitik die Zinsen – und nichts passiert; die Wirtschaft ist in einer Investitionsfalle, die Geldpolitik ist wirkungs- und machtlos.