Kooperation

Kooperation Definition

Kooperation heißt allgemein Zusammenarbeit.

Unternehmen arbeiten üblicherweise jedes für sich, allerdings kooperieren sie auch oft 1) zeitweise und 2) in bestimmten Bereichen, weil sich die Partner daraus wirtschaftliche Vorteile versprechen. Dabei bleiben die Partner rechtlich und wirtschaftlich selbständig.

Kooperationsformen bei Unternehmen sind z. B.:

  • horizontale Kooperation: Unternehmen auf einer Ebene / in einer Branche arbeiten zusammen, z. B. indem sie ihren Einkauf bündeln, um bessere Einkaufspreise verhandeln zu können (Einkaufskooperation) oder indem sie gemeinsame Verkaufsstandorte betreiben (Absatzkooperation);
  • vertikale Kooperation: Unternehmen entlang der Wertschöpfung (Beschaffung – Fertigung – Handel) arbeiten zusammen, z. B. ein Autobauer entwickelt mit einem Zulieferer eine neue Technologie;
  • laterale Kooperation: Unternehmen aus verschiedenen Branchen arbeiten zusammen, z. B. ein Kaffeeröster mit einem Reiseveranstalter;
  • Arbeitsgemeinschaften (z. B. drei Bauunternehmen, die alleine zu klein wären, bauen gemeinsam ein Großprojekt);
  • Strategische Allianz (Beispiel: Zwei Autobauer arbeiten langfristig in einem bestimmten Bereich wie der Entwicklung von Motoren zusammen, um die Entwicklungskosten gemeinsam zu tragen und die Herstellungskosten der Motoren zu reduzieren);
  • Konsortium (Beispiel: mehrere Banken vergeben als Konsortium einen Großkredit über 20 Milliarden € an einen Autokonzern oder begleiten als Konsortium den Börsengang eines Internetunternehmens);
  • Joint Venture (Beispiel: zwei Pharmakonzerne gründen ein Gemeinschaftsunternehmen zur Erforschung neuer Wirkstoffe, halten jeweils 50 % der Anteile daran und führen dieses Joint Venture gemeinsam).

Die Intensität der Zusammenarbeit und der wirtschaftlichen Verbindung ist bei den einzelnen Kooperationsformen unterschiedlich stark, die Dauer der jeweiligen Kooperation kann kurz-, mittel- oder langfristig sein.

Alternative Begriffe: Unternehmenskooperation.