Vertikale Integration

Vertikale Integration Definition

Vertikale Integration bedeutet z.B.: ein Unternehmen, das bisher nur Schokolade herstellt und an den Handel verkauft,

  • integriert entweder vorgelagerte Stufen (sog. Rückwärtsintegration, z.B. indem es eigene Kakaoplantagen erwirbt oder sich an entsprechenden Unternehmen beteiligt) oder
  • es integriert nachgelagerte Stufen (sog. Vorwärtsintegration, z.B. indem es eigene Schokoladenläden eröffnet und damit in den Handel geht).

Die eigene Wertschöpfung am Umsatz nimmt dadurch zu.

Ist der Umsatz auf eine Tafel Schokolade bezogen 1 € (Netto-Verkaufspreis im Supermarkt), kauft der Schokoladenhersteller Zutaten für netto 20 Cent je Tafel ein und verkauft die produzierte Schokoladentafel für netto 50 Cent an den Handel, wäre seine Wertschöpfung nur 30 Cent (und die vom Handel 50 Cent).

Durch vertikale Integration kann er seine Wertschöpfung ausdehnen und damit "mehr vom Umsatz behalten".

Inwiefern eine vertikale Integration sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen dringt man in Gebiete ein (Handel, Anbau etc.), die für das Unternehmen Neuland sind; zum anderen hat man als einzelnes Unternehmen nicht die Kostenvorteile (Economies of Scale), die z.B. ein großer "Kakaobauer" hat, der für viele Hersteller anbaut.