Minimax-Regel

Minimax-Regel Definition

Die Minimax-Regel ist ein mögliches Entscheidungskriterium bei Unsicherheit: Alternativen werden pessimistisch nach ihrem worst case beurteilt und es wird die Alternative mit dem maximalen Mindestergebnis ausgewählt.

Beispiel

Es gebe 2 Lotterien mit jeweils 2 Losen (1 Niete, 1 Treffer) zur Auswahl (und wir tun hier wegen der Unsicherheit so, als ob die Wahrscheinlichkeiten für Niete und Treffer nicht bekannt sind, obwohl es jeweils 50 % sind), diese stellen die 2 Alternativen in der Entscheidungssituation dar:

  • Lotterie 1: eine Niete mit 1 € Trostpreis und ein Treffer mit 20 € Hauptgewinn;
  • Lotterie 2: eine Niete mit 2 € Trostpreis und ein Treffer mit 10 € Hauptgewinn.

Nach der Minimax-Regel würde man sich für die Lotterie 2 entscheiden: das Mindestergebnis – im worst case (Niete) – ist hier 2 € und damit maximal, verglichen mit nur 1 € bei Lotterie 1.

(Das Gefühl, dass das wohl keine kluge Entscheidung ist, trügt nicht.)

Andere Entscheidungskriterien bei Unsicherheit sind die Maximax-Regel und die Hurwicz-Regel.

Alternative Begriffe: Minimax-Prinzip.