Netzwerkeffekte

Netzwerkeffekte Definition

Sogenannte Netzwerkeffekte beschreiben, wie der Wert bzw. Nutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung für den Nutzer davon abhängt, wie viele andere dieses Produkt oder diese Dienstleistung auch nutzen.

Beispiele

Der Wert der (privaten und professionellen) sozialen Netzwerke für den einzelnen Nutzer hängt davon ab, wie viele andere (Freunde, Bekannte, Verwandte, Mitschüler, Arbeitskollegen etc.) ebenfalls das soziale Netzwerk nutzen. Mit zunehmender Teilnehmerzahl steigt der Nutzen – und damit die Zahlungsbereitschaft des Einzelnen, um „dabei zu sein".

Ebenso ist es für jemanden, der ein altes Sofa oder eine Immobilie verkaufen möchte, wichtig, dass er über eine Auktionsplattform oder ein Immobilienportal möglichst viele potentielle Käufer erreicht. Das beeinflusst zum einen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verkauf zustande kommt, zum anderen auch den Preis. Der Anbieter wird sich meist für die Plattform entscheiden, welche die meisten Teilnehmer hat; das führt dann oft dazu, dass nach einer Weile nur noch ein oder zwei Plattformbetreiber im Markt verbleiben, da der Marktführer immer attraktiver wird, dadurch weiter wächst und die Konkurrenten immer mehr zurückfallen.

Ist eine Software wie z. B. ein Textverarbeitungsprogramm weit verbreitet, ergeben sich Netzwerkeffekte dadurch, dass Dateien mit vielen anderen ausgetauscht bzw. zusammen bearbeitet werden können.

Indirekte Netzwerkeffekte

Neben den obigen direkten Netzwerkeffekten gibt es auch indirekte.

Beispiel

Je mehr Mobiltelefone / Smartphones verkauft werden, umso mehr Leute kann man telefonisch erreichen (das ist wieder ein direkter Netzwerkeffekt), aber auch umso interessanter wird es für App-Entwickler, Apps dafür zu entwickeln (der Markt wird größer).

Das führt dazu, dass es mehr Apps gibt und / oder diese – aufgrund hoher Stückzahlen – kostengünstiger werden. Dadurch wiederum werden Mobiltelefone / Smartphones noch interessanter, das System befeuert sich selbst.