Schattenwirtschaft

Schattenwirtschaft Definition

Neben der offiziellen Wirtschaft existiert in allen Volkswirtschaften – in unterschiedlichem Ausmaß – eine Schattenwirtschaft, d.h., eine Wirtschaft, die nicht statistisch erfasst wird, die nicht besteuert wird oder sozialversichert ist, die nicht reguliert und die ggf. illegal ist.

Beispiele

Baut jemand privat in seinem Garten Tomaten an und isst diese, ist das ein Teil der Schattenwirtschaft, die Wertschöpfung wird weder im Bruttoinlandsprodukt (BIP) erfasst noch besteuert.

Verkauft ein Profifußballverein eine Eintrittskarte für 100 €, ist das Teil der Wirtschaft; verkauft der Käufer der Eintrittskarte diese auf dem Schwarzmarkt vor dem Stadion für 500 € weiter, ist das Teil der Schattenwirtschaft.

Auch die Schwarzarbeit sowie illegale Geschäfte und Tätigkeiten (Drogenhandel, illegales Glücksspiel, Schmuggel) gehören zur Schattenwirtschaft.

In der Schattenwirtschaft wird – schätzungsweise (da keine Erfassung) – eine Wertschöpfung in vielfacher Milliardenhöhe bzw. in Höhe von einigen Prozent des Bruttoinlandsprodukts geleistet, die Höhe unterscheidet sich von Land zu Land. Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) bezieht die (geschätzte) Schattenwirtschaft in das Bruttoinlandsprodukt ein.

Alternative Begriffe: Schattenökonomie.