Geschichtete Stichprobe

Geschichtete Stichprobe Definition

Bei einer geschichteten Stichprobe wird die Grundgesamtheit zunächst unterteilt in überschneidungsfreie Teilmengen bzw. Schichten. Anschließend werden aus allen Schichten Zufallsstichproben gezogen.

Beispiele

Die Bundesrepublik Deutschland wird in die einzelnen Bundesländer (die "Schichten") unterteilt. Anschließend wird in jedem Bundesland ("in jeder Schicht") eine Zufallsstichprobe von Schülern für eine bildungspolitische Studie gezogen und die daraus resultierende Auswahl ist die geschichtete Stichprobe.

Durch die Schichtung stellt man sicher, dass jedes Bundesland in der Stichprobe vorkommt. Würde man einfach "ungeschichtet" z.B. 100 Schüler auswählen, könnte es vorkommen, dass einige (vor allem kleinere) Bundesländer nicht in der Analyse enthalten wären.

Auch eine Einteilung der Bevölkerung in Altersgruppen oder aller Unternehmen in Unternehmensgrößen (z.B. nach Umsatz) wäre eine Schichtung.

Welche Schichten gebildet werden, hängt von der Fragestellung ab: wenn man annimmt, dass eine bestimmte Merkmalsausprägung (z.B. Raucher / Nicht-Raucher) vom Geschlecht abhängt, wird man ggfs. danach unterteilen; bei einer statistischen Analyse des Merkmals "Internet-Konsum" würde man vielleicht eher nach dem Alter schichten etc.

Alternative Begriffe: stratified random sample.