Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände Definition

Sonstige Vermögensgegenstände sind ein Sammelposten für Ansprüche, die nicht unter den vorrangigen anderen Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht auszuweisen sind.

Beispiele für sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen gegenüber dem Finanzamt (z.B. aus Vorsteuer, Steuererstattungsansprüche), ein Schadensersatzanspruch gegenüber einer Versicherung, ein Gehaltsvorschuss an einen Mitarbeiter, eine Kaution (z.B. Mietkaution), eine geleistete Optionsprämie, Zinsabgrenzungen oder auch debitorische Kreditoren.

Der Großteil der Forderungen eines Unternehmens resultiert aus den offenen Rechnungen für Lieferungen und Leistungen — in den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Vergleich dazu in der Regel nur einige wenige Positionen enthalten.

Sind in dem Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten, ist deren Betrag gesondert zu vermerken ("davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr") oder im Anhang anzugeben (§ 268 Abs. 4 Satz 1 HGB).

Alternative Begriffe: Sonstige Forderungen.