Aufspaltung

Aufspaltung Definition

Bei einer Aufspaltung nach § 123 Abs. 1 UmwG (Umwandlungsgesetz) spaltet ein Rechtsträger (z.B. eine GmbH) sein Vermögen

  • entweder auf einen oder mehrere andere bereits bestehende Rechtsträger (z.B. auf eine andere GmbH), sog. Aufspaltung zur Aufnahme
  • oder auf einen oder mehrere damit neu gegründete Rechtsträger (z.B. eine neue GmbH), sog. Aufspaltung zur Neugründung, auf.

Den alten Rechtsträger gibt es nach der Aufspaltung nicht mehr; dafür erhalten dessen Anteilsinhaber Anteile oder Mitgliedschaften der Rechtsträger, auf die übertragen wurde.

Einfaches Beispiel

Das gesamte Vermögen der Transport GmbH besteht aus einem LKW und einem Bus. Das Unternehmen soll auf zwei Gesellschaften aufgespalten werden.

Dazu werden eine LKW GmbH und eine Bus GmbH gegründet, der LKW wird auf die LKW GmbH übertragen, der Bus auf die Bus GmbH. Die Gesellschafter der Transport GmbH erhalten Anteile an der LKW GmbH und an der Bus GmbH, die Transport GmbH verschwindet aus dem Markt.

Gründe für eine Aufspaltung können z.B. sein, dass ein börsennotierter Konzern sich in zwei Teile aufspaltet, um z.B. stabilere Geschäftsbereiche und riskantere Geschäftsbereiche zu trennen, da beide unterschiedliche Investorengruppen ansprechen.

Oder eine GmbH wird für die zwei Kinder der Gründerin aufgeteilt.

Alternative Begriffe: Firmenaufspaltung, Unternehmensaufspaltung.