Kapitalproduktivität

Kapitalproduktivität Definition

Die Kapitalproduktivität in der VWL ist das Verhältnis von Output zu Kapital.

Dabei wird der Output i. d. R. als Bruttoinlandsprodukt gemessen und das Kapital meint entgegen der Umgangssprache nicht direkt Geld, sondern das damit finanzierte Anlagevermögen (Technologie, Maschinen).

Als Formel:

Kapitalproduktivität = Y / K, mit Y für Output und K für Kapital.

Eine Kapitalproduktivität von 0,3 könnte z. B. dadurch entstehen, dass ein Bruttoinlandsprodukt von 300 € mit einem Anlagevermögen von 1.000 € erzielt wurde.

Wenn man sich das im kleinen Maßstab vorstellen möchte:

Mit einer 1.000 € - Teigmaschine (Kapital) produziert man in einem Jahr 300 Pizzateige im Wert von je 1 €, also 300 € (Output).

Die echten Zahlen in einer Volkswirtschaft sind viel höher (Hunderte Milliarden €). Man bricht das Kapital bzw. Anlagevermögen für Vergleiche aber meist auf 1.000 € - Einheiten herunter.

Der Zähler (Output) kann mit der Konjunkturlage stark schwanken (in einer Krise stark nach unten gehen), der Nenner (Kapitaleinsatz) ist konstanter (Fabriken, Maschinen usw. bleiben zumindest kurzfristig bestehen).