Kostenorientierte Preisbildung

Kostenorientierte Preisbildung Definition

Wendet ein Unternehmen eine kostenorientierte Preisbildung an, schlägt es auf seine Kosten für ein Produkt einen Gewinnzuschlag auf, um zum Nettoverkaufspreis zu gelangen.

Die Kosten sind dabei meist die Selbstkosten (fixe und variable Kosten), ggfs. auch nur die variablen Kosten.

Beispiel

Ein Schokoladenhersteller hat Selbstkosten für eine 100-Gramm-Tafel Vollmilchschokolade in Höhe von 0,40 € (Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten).

Darauf schlägt das Unternehmen 10 % (0,04 €) auf und verkauft die Tafel an den Handel (Supermärkte etc.) für netto 0,44 €.

Die Kosten schwanken: variable Kosten für Rohstoffe wie Milch und Kakao werden teurer, die Auslastung der Fabrik bzw. die Nachfrage nach der Schokolade bestimmt die Höhe der Fixkosten (pro Tafel); da das Unternehmen aber nicht dauernd die Preise neu verhandeln bzw. erhöhen kann, muss es mittelfristig haltbare Kosten z.B. auf Durchschnittsbasis berechnen.

Alternative Begriffe: cost-plus pricing, kostenorientierte Preisbestimmung, kostenorientierte Preispolitik.