Nachfrageorientierte Preisbildung

Nachfrageorientierte Preisbildung Definition

Eine nachfrageorientierte Preispolitik richtet sich an der Nachfrage und Zahlungsbereitschaft der Kunden aus.

Grundgedanke

Ist die Nachfrage seitens der Kunden bei einem gegebenen Preis hoch, kann vielleicht ein höherer Preis verlangt werden, ohne dass die Nachfrage spürbar zurückgeht.

Die beispielhafte Kalkulation dahinter:

Verkauft ein Smartphone-Hersteller zu einem Preis von 800 € 1 Mio. Stück pro Monat, ist sein Umsatz 800 Mio. €.

Erhöht er den Preis auf 1.000 €, reichen ihm 800.000 Stück Verkaufsmenge, um denselben Umsatz zu erzielen. Das ist profitabler, da er nun nur 800.000 Stück herstellen muss, also viel weniger Kosten bei gleichem Umsatz hat.

Und wenn der Absatz nur auf 900.000 Stück zurückgeht, umso besser (profitabler).

Preiselastizität berücksichtigen

Wie stark die Nachfrage auf Preisänderungen reagiert, wird mit der Preiselastizität gemessen. Diese gibt an, um wieviel Prozent die Nachfrage sinkt, wenn der Preis um 1 % erhöht wird.

In der Praxis ist diese Preiselastizität aber nicht einfach zu ermitteln.

Ein Unternehmen könnte im Beispiel den Preis leicht anheben (z. B. auf 810 €) und sehen, was passiert. Wenn es gleich auf 1.000 € anhebt, kann das nach hinten losgehen: die Kunden kaufen eventuell bei diesem Preis gar nichts mehr und es ist dann für das Unternehmen schwer, zurückzurudern und den Preis wieder zu senken.

Alternativ kann man die Preiselastizität auch durch Umfragen oder in kleinen Testmärkten ermitteln (damit macht das Unternehmen nichts kaputt).

Alternative Begriffe: Nachfrageorientierte Preispolitik.