Marktaustrittsbarrieren

Marktaustrittsbarrieren Definition

Theoretisch können sich Unternehmen jederzeit aus dem Markt zurückziehen, wenn es sich für sie nicht mehr lohnt (Verluste, geringe Rendite) – und in der Regel tun sie das auch.

Es gibt aber auch Marktaustrittsbarrieren, die das verzögern bzw. verhindern, z.B.

  • hohe Investitionskosten, die bei Marktaustritt untergehen würden (z.B. ein neues Werk, das man komplett abschreiben müsste, falls ein Verkauf nicht möglich wäre);
  • hohe Beendigungszahlungen (z.B. Abfindungen und Sozialpläne für Arbeitnehmer, Zahlungen für vorzeitige Vertragsauflösungen für Miet- und Leasingverträge usw.);
  • erhaltene Subventionen, die an Zusagen geknüpft sind (bestimmte Mindestbetriebsdauer oder zugesagte Anzahl von dauerhaften Arbeitsplätzen);
  • das – unangenehme – Eingeständnis, dass man in dem Bereich nicht erfolgreich war.

Marktaustrittsbarrieren beeinträchtigen eine Marktbereinigung; sie sind aber eher selten bedeutsam und spielen für eine funktionsfähige Wettbewerbswirtschaft eine geringere Rolle als die Markteintrittsbarrieren, die den Marktzutritt erschweren.

Bei ersteren liegen interne Gründe vor (man darf aus dem Markt, möchte aber aus verschiedenen Gründen nicht), bei letzteren liegen externe Hindernisse vor (man möchte in den Markt, kann aber nicht).