Wertschöpfung

Wertschöpfung Definition

Der Begriff Wertschöpfung ist nicht eindeutig definiert, er wird sowohl in der Betriebs- als auch in der Volkswirtschaft benutzt. In der Betriebswirtschaft meint man damit, dass einem Produkt über mehrere Wertschöpfungsstufen hinweg Wert zugefügt wird, z.B. durch Bearbeitung.

Zur Wertschöpfung zählen auch einige Stufen, die man intuitiv nicht unbedingt mit einer Hinzufügung von Wert in Verbindung bringen würde, darunter die Lagerung (von z.B. Whisky) oder auch der Handel (kauft ein Händler eine Weinflasche für 3 € ein und für 7 € weiter (Steuern hier nicht berücksichtigt), liegt eine Wertschöpfung von 4 € vor – diese besteht darin, dass der Händler eine Auswahl bereitstellt, dem Konsumenten die Möglichkeit gibt, vor Ort zu kaufen etc.).

Zur Wertschöpfung zählt letztendlich jede "Weiterentwicklung" des Kaufpreises über die Produktions- und auch Handelsstufen.

Beispiel

Ein Milchbauer produziert einen Liter Rohmilch zu Kosten von 0,30 € und verkauft diesen an eine Molkerei. Dort wird sie verarbeitet (reinigen, erhitzen usw.) und an eine Supermarktkette für 0,50 € verkauft. Diese verkauft sie für 1,00 € an ihre Kunden.

Wenn man die Mehrwertsteuer mal außer Acht lässt, hätte die Molkerei eine Wertschöpfung von 0,20 € (0,50 € - 0,30 €) erbracht und die Supermarktkette eine Wertschöpfung von 0,50 € (1,00 € - 0,50 €).

Um die Wertschöpfung des Milchbauern zu berechnen, müsste man seine Vorleistungen (Futter usw.) kennen und von den 0,30 € abziehen.