Definition
Die Nettowertschöpfung ist die Bruttowertschöpfung minus Abschreibungen.
Beispiel
Beispiel: Nettowertschöpfung berechnen
Im Beispiel zur Bruttowertschöpfung strich ein Malermeister eine Wohnung und stellt dafür 500 € (alle Werte netto, ohne Mehrwertsteuer) in Rechnung.
Als Vorleistungen setzte er ein: Farbe für 200 €, Malerpinsel, -abdeckfolien etc. für 100 €.
Die Bruttowertschöpfung war der Produktionswert in Höhe von 500 € abzgl. der Vorleistungen im Wert von 300 €, d. h. 200 €.
Werden nun noch Abschreibungen, z. B. für das Handwerkerauto in Höhe von 80 € abgezogen, ist die verbleibende Differenz die Nettowertschöpfung in Höhe von 120 €.
Fazit
- Die Nettowertschöpfung = Bruttowertschöpfung − Abschreibungen; sie zeigt den Wertzuwachs nach Abzug des Werteverzehrs am Anlagevermögen.
- Im Unterschied zur Bruttowertschöpfung werden Abschreibungen berücksichtigt — die Nettowertschöpfung ist daher stets kleiner oder gleich der Bruttowertschöpfung.
- Auf Volkswirtschaftsebene bildet die Summe der Nettowertschöpfungen die Grundlage für das Nettonationaleinkommen.
Selbsttest: Nettowertschöpfung
Aufgabe: Nettowertschöpfung berechnen
Ein Schreiner stellt Möbel her und stellt einem Kunden 900 € (netto) in Rechnung. Als Vorleistungen setzt er Holz, Lacke und Schrauben im Wert von 400 € ein. Die Abschreibungen auf seine Holzbearbeitungsmaschinen und Fahrzeuge betragen im Jahr 120 €.
Berechnen Sie a) die Bruttowertschöpfung und b) die Nettowertschöpfung des Schreiners.
a) Bruttowertschöpfung (BWS):
BWS = Produktionswert − Vorleistungen = 900 € − 400 € = 500 €
b) Nettowertschöpfung (NWS):
NWS = BWS − Abschreibungen = 500 € − 120 € = 380 €
Die Nettowertschöpfung von 380 € spiegelt den tatsächlich geschaffenen Mehrwert wider, nachdem auch der Werteverzehr der eingesetzten Maschinen berücksichtigt wurde.