Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten Definition

Finanzverbindlichkeiten sind ein Teil der auf der Passivseite der Bilanz eines Unternehmens ausgewiesenen Verbindlichkeiten, nämlich die verzinslichen Verbindlichkeiten; dazu gehören v. a. Bankkredite (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten), Schuldscheindarlehen (Sonstige Verbindlichkeiten oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) und Anleihen. Sie sind i. d. R. mittel- bis langfristig, können aber auch kurzfristig sein (z. B. ein Bankkredit über nur 6 Monate).

Daneben gibt es noch unverzinsliche Verbindlichkeiten wie z. B. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (offene Rechnungen der Lieferanten), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen oder sonstige Verbindlichkeiten z. B. aus Steuern. Sie sind meist kurzfristig. Unverzinslich heißt, dass kein vertraglicher Zins zu zahlen ist; Lieferanten preisen ein langes Zahlungsziel von z. B. 30 Tagen ab Rechnungsdatum und die damit verbundenen Finanzierungskosten aber i. d. R. indirekt in ihre Verkaufspreise ein (oder über eine Skontovereinbarung).