Kommissionär

Kommissionär Definition

Ein Kommissionär (§§ 383 ff. HGB) – genauer: Verkaufskommissionär – ist ein möglicher Absatzhelfer.

In eigenem Namen, aber auf fremde Rechnung

Im Gegensatz zum Handelsvertreter schliesst er jedoch Verträge in eigenem Namen ab (und wie der Handelsvertreter auf fremde Rechnung des Auftraggebers, hier: des Kommittenten).

Das heißt: der Kommissionär schließt Geschäfte selbst in seinem Namen ab (nicht im Namen des vertretenen Unternehmens), die Geschäfte kommen aber seinem Auftraggeber (dem Unternehmen als Kommittenten) zugute.

Der Kommissionär vermittelt auch nicht nur Geschäfte wie ein Handelsmakler, sondern schließt Geschäfte / Verträge selbst.

Kosten / Vergütung

Für die abgeschlossenen Geschäfte erhält er eine umsatzabhängige Provision (und ggfs. Auslagenersatz für Reisekosten etc.).

Beispiel

Ein Werkzeughersteller schließt mit dem Kommissionär Herr Meier einen Kommissionsvertrag, wonach dieser in den Bundesländern Bayern und Hessen die Werkzeuge des Unternehmens an Baumärkte verkauft.

Herr Meier schliesst die Geschäfte in eigenem Namen ab, aber auf Rechnung des Kommittenten (Werkzeughersteller).

Als Vergütung erhält er eine Provision von 5 % vom Umsatz; generiert er Aufträge für den Werkzeughersteller im Wert von 100.000 € (netto), erhält er somit 5.000 € Provision.