Wertpapiere des Anlagevermögens

Wertpapiere des Anlagevermögens Definition

Wertpapiere des Anlagevermögens i.S.d. § 266 Abs. 2 A. III. Nr. 5 HGB als Teil der Finanzanlagen sind Wertpapiere, die längerfristig gehalten werden sollen, z.B. eine Anleihe, die das Unternehmen kauft und bis zur Endfälligkeit in 3 Jahren halten möchte, um die jährlichen Zinsen zu kassieren.

Sollen die Wertpapiere nur kurzfristig gehalten (z.B. in 3 Monaten wieder verkauft) werden, handelt es sich hingegen um Wertpapiere des Umlaufvermögens i.S.d. § 266 Abs. 2 B. III. HGB.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zunächst zu Anschaffungskosten aktiviert und am Bilanzstichtag nach dem gemilderten Niederstwertprinzip ggfs. zum niedrigeren Marktwert (Kurs) bewertet.

Wie immer ist die beabsichtigte Verwendung des Unternehmens entscheidend für die Einordnung in das Anlagevermögen (langfristig) oder Umlaufvermögen (kurzfristig). Es kann durchaus später sein, dass das Unternehmen die mit der Absicht einer langen Haltedauer gekaufte Anleihe doch nach kurzer Zeit verkauft (z.B. weil sie Zweifel an der Bonität des Anleiheschuldners bekommt) – entscheidend ist die "Idee" beim Kauf und in den meisten Fällen wird daran ja auch festgehalten.