Definition
Manche Unternehmen fertigen Produkte nur dann, wenn ein konkreter Kundenauftrag vorliegt (zum Beispiel eine Schiffswerft oder ein Flugzeugbauer), andere Unternehmen hingegen produzieren auf Lager (vor allem Massengüter wie Taschentücher, Schokoriegel, Seife und so weiter).
Man kann sich vorstellen, dass die Produktion je nachdem ganz verschieden organisiert sein muss, und unterscheidet deshalb Auftragstypen der Fertigung.
Übersicht
- Make-to-OrderAuftragsfertigung: Die Produktion beginnt erst nach Eingang eines konkreten Kundenauftrags.
- Assemble-to-OrderMischform: Standardbauteile werden auf Lager vorproduziert, die Endmontage erfolgt kundenindividuell nach Bestellung.
- Engineer-to-OrderProdukt wird nach Kundenvorgaben entwickelt und konstruiert — typisch für Fabrikanlagen, Schiffe oder Spezialmaschinen.
- Make-to-StockLagerfertigung: Produktion auf Basis von Absatzprognosen ohne konkreten Kundenauftrag — typisch für Massenkonsumgüter.
- Order Penetration PointDer Punkt auf der Wertschöpfungskette, ab dem die Fertigung auftragsbezogen wird — bestimmt Lieferzeit und Individualisierungsgrad.