Definition
Die Kapitalmarkttheorie befasst sich damit, wie Kapitalmärkte funktionieren.
Ein Kapitalmarkt funktioniert zwar prinzipiell wie andere Märkte auch – Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis bzw. den Kurs von Wertpapieren –, aber er hat auch viele Besonderheiten; insbesondere basieren Preise / Kurse von Wertpapieren auf unsicheren Erwartungen über die zukünftigen Zahlungen aus diesen Wertpapieren, daraus ergeben sich mitunter hohe Wertschwankungen.
Es gibt deshalb viele Theorien und Modelle, die sich
- mit dem Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite,
- der Zusammenstellung von Portfolios aus Wertpapieren,
- Kapitalmarkteffizienz
und weiteren Themen auseinandersetzen.
Lernziele
Nach diesem Abschnitt können Sie …
- den Kapitalmarkt charakterisieren und zwischen vollkommenem und unvollkommenem Kapitalmarkt unterscheiden.
- die Effizienzmarkthypothese erläutern und deren drei Formen voneinander abgrenzen.
- Risiko definieren, systematisches von unsystematischem Risiko trennen und Maßnahmen zur Risikosteuerung (Diversifikation, Hedging) anwenden.
- das Capital Asset Pricing Model (CAPM) anwenden, den Beta-Faktor interpretieren und die erwartete Rendite eines Wertpapiers berechnen.
- den WACC als gewichteten Kapitalkostensatz ermitteln und in der Unternehmensbewertung einsetzen.
- die Kernthesen der Kapitalstrukturtheorie (Modigliani-Miller, Trade-off, Pecking Order) erklären und vergleichen.
- Prinzipal-Agent-Konflikte erkennen und typische Lösungsansätze benennen.
- die Zinsstruktur und ihre Theorien interpretieren sowie Kapitalmarktzinsen einordnen.
- das Dividendenwachstumsmodell zur Aktienbewertung anwenden.