Definition
Swaps (englisch "to swap" heißt tauschen) sind Finanzderivate, bei denen zwei Vertragspartner vereinbaren, (zukünftige) Zahlungsströme wie z.B. jährliche Zinszahlungen zu tauschen.
Swaps gehören zu den unbedingten Termingeschäften, d.h., sie müssen – im Gegensatz zu Optionen – erfüllt werden. Die Konditionen und Modalitäten legen die Vertragspartner (v.a. Unternehmen und Banken) in entsprechenden Verträgen fest.
Zu den wichtigsten Swaps gehören der Zinsswap sowie der Währungs- bzw. Devisenswap.
Alternative Begriffe: Financial Swap, Swap-Geschäft.
Fazit
Swaps sind unbedingte Termingeschäfte, bei denen zwei Vertragspartner vereinbaren, zukünftige Zahlungsströme — zum Beispiel Zinszahlungen — zu tauschen. Anders als Optionen müssen beide Seiten erfüllen. Die Konditionen werden individuell zwischen den Parteien festgelegt; die wichtigsten Ausprägungen sind der Zinsswap und der Devisenswap.
Selbsttest: Swap
Aufgabe: Eigenschaften von Swaps einordnen
Entscheiden Sie für jede der folgenden Aussagen, ob sie auf Swaps zutrifft. Begründen Sie jeweils kurz.
- Ein Swap ist ein unbedingtes Termingeschäft.
- Bei einem Swap muss nur die Partei erfüllen, für die der Vertrag vorteilhaft ist.
- Die Konditionen eines Swaps werden von den Vertragspartnern individuell festgelegt.
- Getauschte Zahlungsströme können z. B. Zinszahlungen sein.
Lösung
1. Richtig. Swaps gehören zu den unbedingten Termingeschäften: Beide Parteien müssen den Vertrag erfüllen.
2. Falsch. Beide Parteien sind zur Erfüllung verpflichtet — das ist gerade das Merkmal eines unbedingten Termingeschäfts. Nur bei Optionen (bedingte Termingeschäfte) hat der Käufer ein Wahlrecht.
3. Richtig. Die Konditionen und Modalitäten legen die Vertragspartner (v. a. Unternehmen und Banken) in entsprechenden Verträgen individuell fest.
4. Richtig. Jährliche Zinszahlungen sind ein Beispiel für die getauschten Zahlungsströme.