Definition
Außenhandel bezeichnet den Handel mit anderen Ländern, also Exporte und Importe von Gütern.
Lernziele
Nach diesem Abschnitt können Sie …
- den komparativen Vorteil von einem absoluten Vorteil abgrenzen und anhand von Opportunitätskosten berechnen, welches Land sich auf welches Gut spezialisieren sollte.
- die Kernaussage des Heckscher-Ohlin-Theorems erläutern sowie dessen Erweiterungen durch das Stolper-Samuelson-Theorem (Verteilungswirkung) und das Rybczynski-Theorem (Faktorausstattung) einordnen.
- Einfuhrkontingente als nicht-tarifäres Handelshemmnis beschreiben und ihre Preiswirkungen im Inland erklären.
- die Terms of Trade berechnen und interpretieren sowie beurteilen, wann sie sich verbessern oder verschlechtern.
- das Phänomen der Holländischen Krankheit erklären und begründen, warum Rohstoffreichtum auch negative wirtschaftliche Folgen haben kann.
Außenhandelstheorien
In vielen Fällen ist klar, warum es Außenhandel gibt: ein Land hat dringend benötigte Rohstoffe wie Rohöl nicht, andere Produkte lassen sich nicht lokal anbauen (Bananen, Safran), wiederum andere können nicht hergestellt werden, da das technische Know-How dafür fehlt (Mikrochips, Flugzeuge).
In vielen anderen Fällen hingegen importiert ein Land Güter, die es selbst herstellt oder herstellen könnte und exportiert in Länder, die die Güter auch selbst produzieren (könnten).
Die Außenhandelstheorien untersuchen mögliche Gründe dafür, warum bestimmte Länder als Importeur oder Exporteur auf dem Weltmarkt auftreten bzw. wodurch sich dies ändern kann, zum Beispiel: Komparativer Vorteil, reichliche Ausstattung mit einem Produktionsfaktor (Heckscher-Ohlin-Theorem).
Außenhandelspolitik
Die Außenhandelspolitik eines Landes oder eines Wirtschaftsraumes kann sich zwischen Freihandel und Protektionismus bewegen.
Instrumente sind beispielsweise Wirtschaftliche Integration, Freihandelsabkommen, Zölle, Einfuhrkontingente.